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Biophilic Design – für mehr Natur im Büro

berry

Die moderne Arbeitslandschaft stellt den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt und bietet ihm bestmögliche Arbeits-, in gewisser Weise sogar Lebensbedingungen. Dabei ist es nur logisch, dass in solch hektischen und anspruchsvollen Zeiten ein besonderes Augenmerk auf dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden liegt. Ein Konzept, um dieses im Büro zu fördern, ist das sogenannte Biophilic Design.

Am wohlsten fühlen wir uns in der Natur

Munter zwitschernde Vögel, das friedliche Plätschern von Wasser und das leise Rauschen der Blätter im Wind – nicht nur Naturgeräusche haben einen positiven Einfluss auf den Menschen. Auch organische Formen, natürliche Farben und sogar Naturbilder tun uns bewiesenermaßen gut. Das Biophile Design knüpft genau da an und bringt die Natur dorthin, wo wir uns am häufigsten aufhalten – in die Büroräume.

Was ist Biophilic Design?

„Biophilie“ beschreibt nichts anderes als die „Liebe zum Lebendigen“ und bezieht sich auf die angeborene Verbindung des Menschen zur Natur. Ursprünglich aus der Architektur resp. Bauindustrie stammend, kommt Biophilic Design mittlerweile auch in der Gestaltung von Räumen zum Einsatz. Mit einfachen Massnahmen werden dabei natürliche Elemente in die Bürogestaltung integriert. Das Beratungsunternehmen Terrapin Bright Green hat „14 Patterns of Biophilic Design“ definiert, welche wiederum in drei Kategorien unterteilt werden können:

1. Direkte Verbindung zur Natur

Mit natürlichen Materialien wie Zimmerpflanzen, Holz oder auch Stein werden natürliche Aspekte in die Büroräumlichkeiten gebracht. Auch visuelle, akustische und olfaktorische Elemente wie beispielsweise Naturbilder, eine inspirierende Aussicht ins Grüne, natürliche Geräusche oder Düfte kreieren direkte Verbindungen zur Natur.

2. Parallelen zur Natur

Durch die Imitation natürlicher Elemente wird im Gehirn dasselbe Gefühl von Wohlbefinden ausgelöst wie der Kontakt mit der Natur selber. Mit natürlichen Formen, Farben oder auch Lichtverhältnissen kann eine indirekte Verbindung zur Natur hergestellt werden, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt.

3. Natürliche Umgebung

Die letzte Kategorie des Biophilic Designs bezieht sich auf die Aufteilung des Raums. Der Mensch hat beispielsweise ein angeborenes Bedürfnis, über seine unmittelbare Umgebung hinaus sehen zu können. Weiter verlangt unser Instinkt nach sicheren Rückzugsorten. Gleichzeitig regen uns geheimnisvolle oder scheinbar riskante Momente an. Durch den gezielten Einsatz von Arbeitsnischen, Raumunterteilungen oder künstlichen Aussichtsplattformen kann dieser Bezug zur Natur im Büro umgesetzt werden.

Pflanzen als Lösung für (fast) alles

Meist können nicht alle Prinzipien des Biophilic Designs im Raum umgesetzt werden. Dies ist für den gewünschten positiven Effekt auch gar nicht notwendig. Bereits einfache Anpassungen wie der gezielte und professionelle Einsatz von Büropflanzen haben einen nachweislichen Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Pflanzen unterstützen nicht nur das Biophilic Design, sie reinigen bekanntermassen auch die Luft indem sie fast alle Luftschadstoffe absorbieren und gleichzeitig Sauerstoff produzieren. Aber damit nicht genug. Pflanzen erhöhen auch die relative Luftfeuchtigkeit im Raum, was sich wiederum positiv auf das Raumklima und die Gesundheit auswirkt. Eine absolute Win-Win-Situation – wenn man weiss, wie. Mit ein paar Topfpflanzen ist die Arbeit nämlich noch nicht getan.

Unsere Partner von Oxygen at Work schöpfen das Pflanzenpotential dank ihrer innovativen Sensortechnik vollends aus. Durch die Analyse von Metadaten wie beispielsweise die Raumeigenschaften, die Wetterdaten, die Lage der Immobilie, die Anzahl und Art der Geräte im Raum und vieles mehr generiert der Algorithmus Verbesserungsvorschläge fürs Büro. Die daraus resultierenden Pflanzenkonzepte schaffen nicht nur optimale Arbeitsbedingungen, sie machen die Bürofläche auch attraktiver und verringern erst noch den ökologischen Fussabdruck. Und vor allem: Sie bringen Natur in unseren Alltag.